Patrick Samuel, England
Ich heisse Patrick Samuel.  Ich bin Künstler und Redner und wohne in London.  Relativ spät in meinem Leben wurden bei mir Asperger-Syndrom und ADHS diagnostiziert.  Im Dezember 2016 begann ich mit einer täglichen Kunsttherapie, zunächst um Bewältigungsmechanismen zu entwickeln und Sozialkompetenz aufzubauen.  Inzwischen sehe ich die Malerei und das Zeichnen als meine Berufung und meine Neurodiversität als Geschenk und nicht als Behinderung.  Normalerweise stelle ich ein Wert pro Tag fertig; so habe ich ein recht grosses Portfolio mit einer breiten Palette von Stilen und Techniken gestaltet.

David Breslin, Schottland
Mein Name ist David Breslin. Ich bin 29 Jahre alt und wurde im Alter von elf Jahren mit Asperger-Syndrom diagnostiziert. Ich habe 10 Jahre lang in der Administration gearbeitet. Zudem habe ich mein eigenes Geschäft "Speaking Literally" aufgebaut, das ich eigenständig führe und vermarkte. Aufgrund meiner tiefen, persönlichen und aufschlussreichen Kenntnisse  meines Zustandes sowie einer Leidenschaft dafür, mein Wissen zum Ausdruck zu bringen und es anderen Menschen zu vermitteln, halte ich jetzt Vorträge und führe Workshops für Firmen zum Thema Asperger-Syndrom. Gleichzeitig bin ich dabei, ein Bachelors-Diplom zum Thema Geschichte und Klassische Literatur abzuschliessen.

IMPRESSUM

Aspergers at Work GmbH

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Juraj Jascur, Schweiz
Ich heisse Juraj und wohne in der Schweiz.  Meine Eltern stammen aus der ehemaligen Tschechoslowakei und verliessen Anno 68 ihre Heimat um ein neues Leben in der Schweiz anzufangen. Viele Stationen führten mich durchs Leben. Schule, Studium, Jobs, Heiraten und Vaterwerden formten meinen Charakter, aber mein Herz schlägt für das Schreiben. Bereits als Sechzehnjähriger habe ich damit angefangen und inzwischen habe ich mehrere Bücher geschrieben, von Science-Fiction bis hin zu historischen und Phantasie-Romanen, Novellen und Essays sowie eine Autobiographie. Mein neuestes Buch, ‚Mein Leben in einer anderen Welt‘, ist 2016 erschienen. Durch mein Schreiben setze ich mich mit Thema wie die Sklaverei, den Krieg oder den Sinn des Lebens auseinander, oder lass mich einfach von einer märchenhaften Welt bezaubern.        

Seit ich wieder künstlerisch tätig bin, hatte ich fünf Einzelausstellungen. Ich bin mit meinem Betreuer durchs ganze Lang gereist und habe in Autismus-Shows, Konferenzen, Schulen und Gemeindezentren Vorträge darüber gehalten, wie ich meinen Autismus und die Welt erlebe.  In meinen Ausstellungen erzähle ich auch etwas über meine Verfassung.  Als Synästhetiker komponiere ich zudem Musik; das passt sehr gut zu meiner Kunst.


Bevor ich meine formelle Diagnose und Unterstützung erhielt, hatte ich versucht, einen wichtigen Teil meiner selbst zu leugnen, weil andere das mir gegenüber lange getan hatten.  Jetzt akzeptiere ich, dass Autismus und ADHS Teil meiner Persönlichkeit sind; aufgrund der Reaktionen der Menschen, die ich auf Ausstellungen und Konferenzen getroffen habe, und der Berichterstattung in den Medien ist mir bewusst geworden, wie wichtig es ist, hinzustehen und offen zu kommunizieren.  Viele Menschen haben wie ich Mühe, Unterstützung zu bekommen; die Vorstellung, autistisch zu sein, macht ihnen Angst oder sie verstehen es einfach nicht.


Eine Behinderung muss kein Nachteil sein.  Sie kann uns einzigartige Perspektiven eröffnen, die wir zu unserem Vorteil nutzen können; das drucke ich durch Kunst, Musik, Poesie und in meinen Vorträgen aus.

Es gibt viele Missverständnisse der Menschen mit Asperger-Syndrom (AS) wie z.B. dass sie Savants sind, kein Einfühlungsvermögen besitzen und eine hohe Affinität für alles Technische haben. Es gibt zwar Merkmale, die typisch für Autismus sind.  Aber diese Merkmale zeigen sich je nach Person auf verschiedene Weise und in unterschiedlichen Graden. Genau wie jede andere Person sind Menschen mit AS Individuen mit einzigartigen Interessen, Fähigkeiten und Persönlichkeiten und keine zwei Menschen mit AS sind gleich.


In diesem Abschnitt finden Sie persönliche Geschichten von Menschen mit AS.  Diese Berichte zeigen nicht nur wie unterschiedlich Menschen mit AS sind; sie beschreiben auch ihre Erlebnisse in der Arbeitswelt.

Wie viele Menschen mit Austismus musste ich unzählige Hindernisse überwältigen, um in der Arbeitswelt Fuss zu fassen. Zu wenige Arbeitgeber wussten, was Asperger-Syndrom ist. Ich erlebte nicht nur versteckte Diskriminierung, sondern auch ganz offensichtliche Diskriminierung. Ich bin entschlossen und strebe an zu verhindern, dass junge Menschen mit Asperger-Syndrom Opfer von mangelndem Verständnis und falschen Vorstellungen über den Zustand werden. Arbeitgeber müssen nicht nur darüber aufgeklärt werden, was Asperger-Syndrom ist, sondern sie müssen auch darauf aufmerksam gemacht werden,  welche Vorteile und welchen Nutzen es für ihr Geschäft bringt, wenn sie Personen mit dem Syndrom beschäftigen. Diese Personen sind oft sehr hochfunktional und haben Fähigkeiten, die nicht genutzt und nicht geschätzt werden. Durch meine Arbeit möchte ich das Profil von Menschen mit Asperger-Syndrom auf positive Art und Weise erhöhen.

Persönliche Geschichten